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2. Platz in Dmitrov - bravo Ladies!

Samstag, 11. November 2017 21:50

 

Rekordserie gerissen, Schweiz wird gute Zweite

Die Rekordserie für in die Geschichtsbücher ist heute zu Ende gegangen. Nach 10 Siegen in Folge musste die Schweizer Frauennati erstmals seit dem 4.4.2017 wieder als Verlierer vom Platz. Daraus resultiert der gute zweite Rang am Halloween Cup in Dmitrov (RUS)!

Die bisherige Bestmarke lag bei 7 Siegen in Serie, einmal aus dem Jahr 2001 und einmal in der Saison 1994/1995!

Das «Final» war grundsätzlich eine ausgeglichenere Sache als weithin angenommen. Die Schweizerinnen stellten sich defensiv sehr diszipliniert gegen die selbsternannte «Red Machine». Zwar schossen die Russinnen häufiger auf’s Tor von Andrea Brändli, jedoch blieben Screens oder Rebounds meist unter der Kontrolle der Eisgenossinnen. Trotzdem entschieden am Schluss die fehlende Kaltblütigkeit und kleine Details gegen die Schweizerinnen.

In der 24. Minute fand Dergacheva die am rechten Pfosten heraneilende Shokina, die sich gegen den Stock der Schweizer Verteidigerin durchsetzen konnte und zum 1:0 einschob. Und gegen Ende des Abschnitts fand ein Zuckerpass Pavlovas Belyakova, welche einen Moment Zeit hatte, Brändli Hocheck zu schlagen. Und als sich in der Mitte des Schlussabschnitts die Schweiz im Powerplay daranmachte den Abstand zu verringern, wurden sie von einem russischen Konter überrascht. Zwar hielt Brändli den Schuss Malyavkos, der Puck kullerte aber doch noch hinter den Schonern hervor und drehte sich knapp über die Linie.
Brändlis Trost blieb schliesslich die Wahl zur besten Torfrau des Turniers.

Über alles gesehen ging der Sieg für die Russinnen in Ordnung auch wenn die Art und Weise schmerzt. Gerade die unkonstante Ahndung von Aktionen ging dem Spielfluss etwas ab. So verzeichnete die Partie nicht weniger als 16 Strafen, zwei davon 2+2 Minuten nachdem sich zwei Spielerinnen vor dem Tor in die Haare gerieten.

Der Halloween Cup endet damit für die Schweizerinnen auf dem guten zweiten Rang. Bis zu den olympischen Spielen bleiben noch zwei Turniere um das Setup zu finalisieren und die Lehren aus dem Spiel gegen Russland zu ziehen. Mit etwas mehr Wettkampfglück wäre der Sieg durchaus drin gewesen.

Daniela Diaz meinte nach dem Spiel: «Wir haben ein sehr intensives Camp hinter uns in welchem wir in der Linien- und Rollenfindung einen weiteren Schritt genommen haben. In den sportlichen Schwerpunktthemen haben wir einen grossen Schritt machen können und die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Die beiden Siege wie auch die Niederlage heute können wir sehr gut einordnen und interpretieren. Wir sind absolut auf dem Weg.»

Russland - Schweiz 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)

Eisstadion / Dmitrov - 850 Zuschauer

Tore: 24. (23:00) Shokina (Dergacheva) 1:0. 38. Belyakova (Pavlova, Sosina) 2:0. 52. Malyavko (Pavlova, Batalova; Ausschluss Sosina!) 3:0.  

Strafen: 11 x 2 Minuten gegen die Schweiz, 7 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Brändli; Gass, Zollinger; Christen, L. Benz; Wetli, Sigrist; Thalmann; Staenz, Meier, Raselli; Stalder, A. Müller, L. Rüedi; I. Waidacher, Stiefel, N. Waidacher; M. Waidacher, Rüegg, Forster.

Bemerkungen: Schweiz ohne Maurer (Ersatz). Schussverhältnis 24:33 gegen die Schweiz.
All-Star-Team, gewählt vom Turnierdirektorat: Beste Torfrau Andrea Brändli (SUI), beste Verteidigerin Yvonne Rothemund (GER), beste Stürmerin Olga Sosina (RUS). Topskorerin Valeriya Pavlova (RUS).