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Das erste Spiel ist in den Büchern

Samstag, 24. August 2019 19:58

 

Die Schweiz verliert gegen Ungarn

Die Schweiz verliert den allerersten Vergleich gegen Ungarn mit 2:0 und damit auch den möglichen Turniersieg. Das Team von Coline Muller schaffte es nicht, auch mit besten Möglichkeiten auf das Scoreboard zu kommen. Während Ungarn sich wortwörtlich mit Händen und Füssen und vor allem viel Kampf die beiden Zähler holte.

Die Eisgenossinnen waren gewarnt vor Grösse und Kampfstärke der Gegnerinnen, welchen sie noch nie zuvor gegenüber standen. Und diese flogen ihnen nach dem Motto "Achtung, fertig - LOS!" regelrecht um die Ohren. 2:7 lautete das Schussverhältnis aus Sicht der Schweizerinnen nach 20 Minuten. Und auf der Anzeigetafel stand 1:0. Kreisz schlich sich in den Slot und profitierte von der fehlenden Zuteilung als sie einen Pass ihrer Landsfrau wuchtig ins Kreuz hämmerte. Diese Eigenschaft zeichnete die Ungarinnen an diesem Tag aus. Keine Mäzchen, keine Zauberkunst, nur pures, gradliniges Hockey, gewürzt mit einer Prise Körperspiel und viel Leidenschaft.

Zwar reagierten die Schweizerinnen im 2. Drittel, kamen zu guten Chancen das Spiel auszugleichen. Jedoch schafften sie es zum Teil auch mit Pech nicht, die Scheibe an Goalie Nemeth vorbeizubringen. Bezeichnend kam auch hier das alte Sprichwort zum Tragen, dass wer die Tore nicht schiesst, sie kassiert. So passiert in der zweitletzten Minute des Mittelabschnitts als Huszak zu einem 2 gegen 1 ansetzte und nicht den Pass suchte sondern die Scheibe aus kurzer Distanz ins Kreuz slappte. Bummm! Die Halle stand Kopf und der infernalische Trommler schlug noch ein wenig heftiger auf sein Instrument.

Und es kam noch schlimmer als sich bald darauf zwei Schweizerinnen auf der Strafbank fanden und Ungarn mit 5 gegen 3 den Sack hätte zumachen können. Doch bezeichnenderweise waren es gar die Schweizerinnen, welche in Unterzahl brillierten und es schafften Phoebe Staenz alleine (!) auf's ungarische Tor zu schicken. Und ebenso bezeichnenderweise scheiterte Staenz alleine vor Nemeth...
So war der Kessel allmählich geflickt und die Truppe aus dem Alpenland konnte nicht einmal mehr den Ehrentreffer markieren. Trotz eines ausgeglichenen Schussverhältnis von 26:26 blieb die Zahl auf der Anzeigetafel auf Schweizer Seite bei Null.

Die Schweiz wird aufgrund der Direktbegegnungen und der Tordifferenz knapp Zweite, während das bereits heimgereiste Deutschland dank des Startsieges gegen Ungarn mehr Plustore vorweisen kann. Gratulation an unsere Nachbarinnen zum Turniersieg und Gratulation an Ungarn für das lupenreine "Standblatt" gegen die Schweiz. 1 Spiel, 1 Sieg, 0 Gegentore. Das ist zwei Mal 100%.

Für die Schweizerinnen geht es nun im November weiter mit dem EHT-Turnier in Russland. Dort treffen sie auf die Gastgeberinnen, Tschechien und wiederum Deutschland.  

Ungarn - Schweiz 2:0 (1:0, 1:0, 0:0) - Telegramm

Érd / SJégcsarnok - 200 Zuschauer - SR. Gangel (Kövesi, Kaltenecker)

Tore: 16. Kreisz (Dabasi) 1:0. 39. Huszak (Gasparics) 2:0.

Strafen: 7 x 2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe (Schussabgabe nach Pfiff) gegen die Schweiz, 7 x 2 Minuten gegen Ungarn.

Schweiz: Heim; Christen, Lutz; Vallario, Forster; Hauser, Wetli; Ryhner, A. Müller, Leemann; Rüegg, Raselli, Staenz; Laura Zimmermann, Ingold, Emmenegger; Quennec, Ryser, Fortin.

Bemerkungen: Schweiz ohne Maurer (Ersatz). Best Player Schweiz: Staenz. Torschüsse: 26:26.