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Sonntag, 04. Oktober 2020 22:43

 

Women's League: ZSC souverän

Nach 3 Runden stehen die ZSC Lions mit dem Punktemaximum souverän an der Spitze. Die Lugano Ladies korrigierten den Fehlstart eindrücklich und Newcomer Thurgau Indien Ladies musste zu Hause Federn lassen.

Die ZSC Lions entledigten sich der Aufgaben bislang am Besten, konnten alle drei Spiele bislang gewinnen. So auch das "Spitzenspiel" der zweiten Runde und gleichzeitige Heimpremiere der HC Thurgau Indien Ladies. In einem Kampf auf Augenhöge führten die Zürcherinnen die leicht feinere offensive Klinge und gewannen mit einem hauchdünnen 2:1. Shashkina glich Staenz' Führung Anfang des zweiten Drittels wieder aus und Lara Christen sorgte volley aus der Luft für die Entscheidung. Zwar reagierten die Indien Ladies nochmals, agierten aber zu kompliziert im Abschluss. So ging die Heimpremiere trotz mitreissendem Spiel verloren: Link.
Dasselbe Schicksal ereilte die Neuchâtel Hockey Academy bei ihrem ersten Heimspiel der Saison. Die Lugano Ladies hatten einen unerwarteten Punktverlust aus Runde 1 zu korrigieren und kamen zu einem 3:0-Sieg durch Tore von Romy Eggimann und Startstürmerin Michelle Karvinen, welche zweimal traf. Alexandra Lehmann im Tessiner Tor blieb ungeschlagen und Neuchâtel damit in der laufenden Meisterschaft immer noch ohne Tor: Link.

Am Sonntag standen 3 Partien an und als erstes starteten die Indien Ladies gegen Neuchâtel. Oder Thurgaus Stürmerin Simona Studentova traf auf ihren alten Klub. Und sie traf gegen ihr vormaliges Team. Allerdings lagen da die Ostschweizerinnen bereits 0:2 hinten. Emma Ingold im ersten und die starke Nicole Andenmatten im zweiten Drittel brachen den Torfluch, welcher die Romands noch in den ersten beiden Spielen belegt hatte. Zwar glich Phoebe Staenz mit ihrem bereits 4. Treffer der laufenden Saison die Partie nochmals au, jedoch entschied Camille Huwilers Powerplaytreffer die Partie 10 Minuten vor Schluss. Gendarmes 4:2 in der letzten Minute war nur noch Kosmetik und machte den Heimnuller für die Indien Ladies perfekt: Link.
Zürich empfing den EV Bomo Thun zu seinem einzigen Spiel des Wochenendes. Dank 3 Toren innert 5 Minuten entschieden die Limmatstädterinnen die Partie im Mittelabschnitt frühzeitig. Da änderten Thuns Laura Zimmermanns Tore 4 und 5 der Saison nichts mehr am 6:3-Verdikt aus Sicht der Gastgeberinnen. Mit 9 Punkten aus 3 Spielen stehen die Zürcherinnen ihre Frau und haben dabei immer noch Absenzen zu "beklagen". Headcoach Andrin Christen hat bereits die Qual der Wahl: Link.
Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss, so auch an diesem Wochenende. Wobei das immer auf die Seite ankommt, von welcher man das Ganze betrachtet. So sah der tapfere SC Reinach lange als Sieger aus und manch ein*e Zuschauer*in rieb sich verblüfft die Augen in der KEB Oberwynental. Zwar drückten und ackerten die Ladies Lugano mal für mal vor das Reinacher Tor, treffen indes wollten sie es partout nicht. Evelina Raselli und Michelle Karvinen vergaben alleine vor Jade Dübi, im Powerplay trafen die Luganesi das leere Tor nicht. Und die alte Weisheit schlug auch im Aargau gnadenlos zu. Sandra Thalmann fasst sich im Powerplay kurz vor Ende des ersten Drittels ein Herz und zog an der blauen Linie ab. Ihr Schuss flog an Freund und Feind vorbei ins hohe Eck und stellte den Spielverlauf etwas auf den Kopf. Und zu Beginn des Mittelabschnitts änderte sich daran nichts. Luisa Waser mit einem abgelenkten Schuss und Julia Marty mit einem Rebound sorgten gar für eine 3:0-Führung ehe Noemi Ryhner für die Tessinerinnen in Unterzahl traf. Das kümmerte Oona Emmenegger herzlich wenig, stellte sie doch - wieder im Powerplay - auf 4:1.
So stand der Gast aus dem Tessin auch noch 10 Minuten vor Ende der Partie mit dem Rücken zur Wand, ein weiterer Treffer wollte einfach nicht gelingen, trotz bester Möglichkeiten.
Doch eine weitere Hockeyweisheit zeigte sich auch dieses Mal von der aus Sicht Reinachs schlechtesten Seite: ein 3-Tore-Vorsprung ist etwas vom Gefährlichsten dass es gibt. So stellte Lugano die Reihen um, setzte mit Evelina Raselli, Noemi Ryhner und Michelle Karvinen alles auf eine Karte und... wurde belohnt. Mit der Wut im Bauch rannten die Drei an, holten im Forecheck die Scheibe und Karvinen bediente Raselli vor dem Tor. Ihr Schuss zwischen den Schonern Dübis läutete in der 52. Minute den Reinacher Albtraum ein. Nur 5 Minuten später brauchten die entfesselten Luganesi gerade mal 8 Sekunden um die Partie auszugleichen. Zuerste traf wiederum Ryhner nachdem Michelle Karvinen noch an Dübi gescheitert war, gleich nach Wiederanspiel war es die Finnin selbst, welche sich die Scheibe erlief und die Reinacher Torhüterin solo schlug. Die Gastgeberinnen waren da bereits wie unter Schock und nichts mehr wollte gelingen. So auch der Schutz der weiten Torseite wo Evelina Raselli in der 59. Minute wartete und von Karvinen mustergültig bedient wurde. Spätestens jetzt schnürte sich den zuschauenden Heimfans der Magen zu. Denn Lugano brachte den Vorsprung locker über die Runden und nahm alle Punkte aus Reinach mit. Des einen Leid war des anderen Freud, hängten sich die Luganesi mit den beiden Vollerfolgen des Wochenendes doch an die Lions aus Zürich an und bitten nun am kommenden Wochenende zum Tanz in die Resega (Link).  

Der EV Bomo Thun und Reinach stehen am Tabellenende, haben aber auch eine Partie weniger, die Thurgau Indien Ladies sind neu noch 4. und Neuchâtel machte den Sprung auf Rang 3. Lugano folgt den ZSC Lions mit 2 Punkten Abstand auf Rang 2. Am kommenden Samstag muss der Leader ins Tessin und BOMO versucht, an den Indien Ladies vorbei zu kommen. Neuchâtel empfängt den SC Reinach.
Am Sonntag gastiert Lugano am Bodensee und die Lions aus Zürich empfangen die Lions aus Reinach. Bomo misst sich mit Neuchâtel. 

Nach 3 Spielen hat Luganos Starimport Michelle Karvinen bereits 8 Zähler gesammelt während Phoebe Staenz, Noemi Ryhner und Isabel Waidacher ihrerseits je 6 Punkte auf dem Konto haben. Laura Zimmermann lauert mit 5 Punkten, jedoch aus nur 2 Spielen.

Ja, es geht was in der Women's League!